Der Bahnhof Semmering im Mai 1936

Bahnhof Semmering im Mai 1936Gleisneulage Bhf. Semmering, Mai 1936 © Südbahn Museum, Slg. PompeDie historische Fotografie aus dem Jahr 1936 dokumentiert Umbauarbeiten am Bahnhof Semmering.
Gleisneulage im Gleis 2 von km 102,83 bis 103,42. Abtrag Oberbauformen Xa, XSb und XISb, Neulage Form A und B. Ausführende Firmen waren Kunath, Schmidt & Metzger. Auf der Fotografie konkret zusehen der Abtrag der Gleise, das Verladen der Altstoffe und die Gleiskünettenherstellung mit Schotterbettreinigung. Aus Gleis 1 fährt ein Zug ins Streckengleis 2 Richtung Norden – Wien aus.

Die vier Säulen der Museumsarbeit

Das SÜDBAHN Museum hatte 2005 die Gelegenheit eine Sammlung von Glasplattennegativen mit Motiven rund um die Semmeringbahn aus Privatbesitz aufzukaufen.

Diese Glasplatten sind ein hervorragendes Beispiel für die vier Säulen der Museumsarbeit:

Sammeln

Das wissenschaftliche Team des SÜDBAHN Museums hat ein Sammlungskonzept ausgearbeitet, welches die Grundlage bildet ob ein Objekt aufgenommen wird oder nicht. Ein Hauptschwerpunkt ist hier natürlich das Sammeln von Objekten und Archivalien der Semmeringbahn.

Bewahren

Zur Bewahrung dieser Raritäten wurden einige Maßnahmen gesetzt. Die Negative wurden fachgerecht gescannt, sodass diese nun auch als Fotografie digital vorhanden sind. Zur Sicherung der Glasplatten werden diese in speziellen Hüllen und Boxen aus säurefreiem Papier aufbewahrt.

Forschen

Das wissenschaftliche Team des SÜDBAHN Museums hat vier Forschungsfelder definiert. Darunter: UNESCO-Welterbe bündelt alle 3 Forschungsfelder unter dem Thema Welterbe Semmeringbahn, um dessen Bedeutung sowohl für die Region als auch international hervorzuheben und bildet somit ein Querschnittsfeld. Es gilt, die Geschichte der Südbahn insbesondere in Hinblick auf das Eisenbahn-Weltkulturerbe Semmeringbahn in all ihren Facetten zu untersuchen. Neben nationalen Vergleichen, wie etwa mit der Wachauer Bahn, rücken internationale Gegenüberstellungen mit anderen Eisenbahn-Welterbestätten, wie etwa in der Schweiz und in Indien, ins Blickfeld. Mögliche Untersuchungsthemen kreisen um die Baugeschichte, Revitalisierungsmaßnahmen für stillgelegte Bahngebäude und spezielle Vermittlungsstrategien des UNESCO Welterbes. Historische Bilddokumente sind in diesem Zusammenhang wichtige Informationsgeber.

Vermitteln

In der Ausstellung werden zur Verbildlichung diverser Themen historische Fotografien herangezogen. Diese Aufnahme vom Mai 1936 ist im Rundlokschuppen in unserer sogenannten „Bahnmeisterkanzlei“ aufgehängt.