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Die Kaelble Zweiwegewalze 6W

Die Gleisbettungswalze und ihre Entstehung

In den 1930er Jahren begann im Gleisbau eine erste Phase der Mechanisierung – eine Notwendigkeit, da die Menge an Gleisarbeiten stieg und die Arbeit mit reiner Handarbeit sehr zeitaufwändig und teuer war. Großräumig eingesetzt wurden damals noch keine modernen Gleisstopfmaschinen wie wir sie heute kennen. Die Vorgehensweise war meist so, dass zuerst das Schotterbett (die Schotterunterlage, auf der die Schwellen liegen) vorbereitet wurde, oft durch Abtragen oder Nivellierung, dann wurden die Schwellen verlegt, und über und um die Schwellen herum wurde der Schotter eingebracht und verdichtet.
Zur Verdichtung nutzte man Walzen, so wie sie im Straßenbau bereits etabliert waren. Damit diese Verdichtungswalzen aber auch auf Gleisabschnitten eingesetzt werden konnten, wurden sie zu Zweiwegewalzen umgerüstet – sie bekamen Eisenbahnzusatzräder. So konnte man die Gleisbaustellen über die Straße erreichen.

Hersteller Kaelble

Die Firma Kaelble war ein deutscher Hersteller mit Sitz in Backnang, Baden-Württemberg. Gegründet 1884 von Gottfried (ursprünglich Kälble) und später geführt von seinen Söhnen, war das Unternehmen spezialisiert auf Motoren, Baumaschinen, Zugmaschinen und schwere Spezialfahrzeuge. Kaelble war bekannt für seine Innovationen: Bereits in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts stellte man Motorstraßenwalzen her, eigene Dieselmotoren, sowie Dieselzugmaschinen.

Objekt des Monats Oktober

Die Zweiwegewalze Kaelble 6W wurde 1941 gebaut. Die Zweiwegewalze diente zur Verdichtung des Gleisschotters, also des Bettes, auf dem die Schwellen liegen, in der Phase, nachdem der Schotter eingebracht wurde. Dabei war exakte Höhenlage wichtig, damit das Gleis stabil und in der gewünschten Geometrie ausgerichtet war. Diese Verdichtungsarbeiten sind grundlegend, bevor die Schwellen endgültig und mit den Schienen fixiert werden.

Technische Details:
  • 1941 mit der Fabriksnummer 8524 bei der Firma Kaelble aus Backnang/Deutschland gebaut
  • Motor 15 PS, Type F 125e
  • Einsatz bei der Gleisbaufirma Schmidt und Metzger

Gleisbettungswalze der Firma Kaelble im Rundlokschuppen
Gleisbettungswalze der Firma Kaelble im Rundlokschuppen
Hist. Aufnahme einer Walze Kaelble auf der Strasse
Hist. Werbeaufnahme Walze Schwarzkopf (c) Privat

JÄNNER Stellwerk Semmering

FEBRUAR Motorbahnwagen ÖBB X 617.001

MÄRZ Werbeplakat Stollwerck

APRIL Motobahnwagen BM30

MAI Kursbuch für Gefangenenwagen

JUNI Gleisfahrrad

JULI Bildersammlung Werkstätte Marburg

AUGUST VW Kübelwagen

SEPTEMBER Lokschild Friedenstaube

SÜDBAHN Museum
Heizhausgasse 2
8680 Mürzzuschlag
+43 3852 2556 641
info[at]suedbahnmuseum[dot]at

Mai bis Oktober
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