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Die Bahnmeisterkanzleien

... in den 1950er Jahren

Bereits während der ersten Bahnbauten entstanden entlang der Strecken Wächterhäuser. Sie lagen in Sichtweite zueinander, damit Signale und Nachrichten per Zeichen übermittelt werden konnten. Die Bahnwärter beaufsichtigten ihren Streckenabschnitt und führten kleinere Reparaturen selbst durch.

Bahnaufsicht

Die Bahnstrecken waren in Aufsichtsbereiche eingeteilt, die von Bahnmeistereien und Bauhöfen betreut wurden. Der Aufgabenbereich der Bahnmeister umfasste die Organisation von Instandhaltungsarbeiten sowie die sogenannte „Bahnaufsicht“. Dazu zählten Streckenbegeher, Schrankenwärter, Blockwärter mit Signalbedienung und spezielle Lehnen- oder Tunnelwärter. Für all diese Bediensteten mussten Dienstpläne erstellt, Löhne abgerechnet und Tätigkeiten kontrolliert werden.

Für Kontrollfahrten nutzte der Bahnmeister zunächst ein Gleisfahrrad, später eine Kleindraisine. Die anfallenden Büroarbeiten erledigten er und seine Kanzlisten in der Bahnmeisterdienststelle. Dort wurden Vorschriften, Regelzeichnungen, Stoffverzeichnisse, Personal- und Inventarkarteien sowie Abrechnungsbögen und Leistungsnachweise aufbewahrt. Auch der Einsatz der Draisinen wurde von der Bahnmeisterkanzlei aus koordiniert.

Objekt des Monats November

Im Rundlokschuppen ist eine solche Bahnmeisterkanzlei nachgestellt, wie sie in den 1950er Jahren in ganz Österreich in Betrieb waren.

Im Mittelpunkt steht ein massiver Holzschreibtisch mit zahlreichen Schubladen. Auf der Tischplatte stehen die typische Schreibmaschine, Schreibutensilien, ein offenes Buch sowie eine Schreibtischlampe. An der Wand hängt ein schwarzes Wandtelefon mit Wählscheibe, daneben historische Fotografien und natürlich durfte ein Porträt vom Bundespräsidenten Dr. Theodor Körner nicht fehlen. Der Raum ist schlicht eingerichtet und vermittelt den sachlichen Charakter eines typischen Bahnmeisterbüros der Nachkriegszeit.

Eine Reminiszenz an jene Eisenbahner, die bei jeder Witterung, zu jeder Tages- und Nachtzeit ihren Dienst verrichten und dabei oft unbeachtet bleiben.

Der Bahnmeister unterwegs beim Bahnhof Wartberg im Mürztal mit der Kleindraisine D V P
Der Signalwärter wartet wohl auf Arbeit.
Historische Aufnahme von 1924 der Bahnmeisterkanzlei in Spital am Semmering. Foto Helma Scheed
Bahnmeisterkanzlei im Rundlokschuppen. Foto Nicci Seiser

JÄNNER Stellwerk Semmering

FEBRUAR Motorbahnwagen ÖBB X 617.001

MÄRZ Werbeplakat Stollwerck

APRIL Motobahnwagen BM30

MAI Kursbuch für Gefangenenwagen

JUNI Gleisfahrrad

JULI Bildersammlung Werkstätte Marburg

AUGUST VW Kübelwagen

SEPTEMBER Lokschild Friedenstaube

OKTOBER Gleisbettungswalze Kaelble

SÜDBAHN Museum
Heizhausgasse 2
8680 Mürzzuschlag
+43 3852 2556 641
info[at]suedbahnmuseum[dot]at

Mai bis Oktober
Mittwoch bis Sonntag & Feiertage
10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr

Jänner bis April & Dezember
Donnerstag bis Samstag & Feiertage
10 bis 15 Uhr

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