Eine kaiserliche Reise
2012 fanden die Modelle einer barocken Prachtkutsche und einer dazu passendenden Gala Sänfte ihren Weg ins SÜDBAHN Museum. Die wunderschönen Modelle wurden ursprünglich für das Mobileum in Schottwien angefertigt. Nach der Schließung des Museums sind sämtliche Modelle dem SÜDBAHN Museum geschenkt worden.
Die Semmeringstraße

Kaiser Karl VI., der Vater Maria Theresias, ließ den Handel mit dem Süden noch weiter ausbauen und dafür wurden neue Straßen angelegt. Auch die Straße über den Semmering.
Im Frühjahr 1728 begannen in aller Eile die Arbeiten, denn am 17. Juni 1728 nahm die glanzvolle Reise Karls VI. nach Triest und Fiume in Laxenburg ihren Anfang und am 21. Juni traf der prunkvolle Zug in Gloggnitz ein. Im Hofwagen fuhren Karl VI., seine Gemahlin Elisabeth Christine und ihre elfjährige Tochter Maria Theresia über die neue Kunststraße zum Semmering hinauf. Die Majestäten waren von der Fahrt auf der schönen Straße und der „Kayser-Pruckhn“ angenehm überrascht.“ Das war gleichsam die feierliche Eröffnung der Carolusstraße, die damals allgemein als „Wunderwerk“ galt. Heute noch erinnert das Carolus-Denkmal von 1728 am Parkplatz vor dem Hirschenkogel an diesen kaiserlichen Straßenbau und seine prächtige Eröffnungsfahrt.
Prachtkutsche und Gala Sänfte von Kaiser Karl VI.
Die Prachtkutsche von Kaiser Karl VI. war ein bedeutendes Symbol für die Macht und Herrschaft des Habsburger-Königreiches. Die Kutsche zeichnete sich durch ihre grandiose Ausstattung und die Allegorien der Herrschertugenden aus, die sich auf die Kaiserin Maria Theresia beziehen. Diese Kutsche kam nur bei höchstrangigen Anlässen zum Einsatz und war ein Paradebeispiel für barocke Architektur und königlichen Luxus.
Auf der neuen Straße über den Semmering ließ sich Karl VI in einer Gala Sänfte transportieren. Barocke Prachtkutschen hätten dem schwierigen Gelände nicht standgehalten. Gelegentlich schaffte man sie in Einzelteilen über den Berg.
Semring. Die Gränze zwischen Oesterreich und Steyermark. Carolusdenkmal Lithografie 1825