An der Küste von Abbazia
Villa Amalia
Mit der Eisenbahn begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Massentourismus – die Reise selbst wurde zum Erlebnis. Um die Fahrgastzahlen zu steigern, entwickelte die Südbahngesellschaft entlang ihres Streckennetzes bedeutende Tourismuszentren. Federführend war Generaldirektor Friedrich Schüler.
Die österreichische Riviera
Neben der Semmeringregion und Toblach in Südtirol führte das Streckennetz bis an die Adria. Triest bildete das Tor zum Meer, von wo aus die Dampfschiffe des Österreichischen Lloyd die Küste Dalmatiens erschlossen. Mit dem Aufstieg Abbazias zum mondänen Kurort wurde die „Österreichische Riviera“ zum Sehnsuchtsziel der Donaumonarchie. Reiseführer, Werbeplakate und Ansichten machten Lust auf die Reise – von den Bergen bis ans Meer.
TIPP: Ein erneuter Besuch des SÜDBAHN Museum zahlt sich aus! Wir gestalten neue Vitrinen zum Thema Tourismus.
Objekt des Monats
An der Küste von Abbazia
Die 1894 in der Zeitschrift Die Gartenlaube erschienene Illustrationsseite nach einer Originalzeichnung von T. Grubhofer zeigt verschiedene Ansichten entlang der Küste von Abbazia (heute Opatija, Kroatien). Das Blatt entstand im Zusammenhang mit einem ausführlichen Reisebericht und war zugleich Werbung für die „Österreichische Riviera“.
Zu sehen sind Lovrana mit Hafen, Altstadt und Pfarrkirche, Volosca mit seinen dicht gedrängten Häusern und Kirchtürmen, die repräsentative Villa Amalia inmitten eines üppigen Gartens, das an steile Felsen geschmiegte Küstendorf Ika sowie die berühmte Villa Angiolina mit ihrer Parkanlage. Sie gilt als Ausgangspunkt der touristischen Entwicklung Abbazias und wurde später zum Zentrum des mondänen Kurortes.
Objekte des Monats 2026
JÄNNER Gepäckkarren
FEBRUAR Namensschilder
MÄRZ Kleindraisine Stabeg
APRIL Humoristische Zeichnung
JULI Eisenbahnerdegen
AUGUST Motorbahnwagen 20 VT